Sabaideeeeee!! Sabaideeeeeee!!!

Anja: Unschwer zu erkennen sind wir in Laos angekommen.
Nach dem uns der Abschied von Vietnam so einfach gemacht wurde machten wir gleich am ersten Tag Bekanntschaft mit der laotischen Gelassenheit.



Beim Check in an der Boarder  beantragten wir unser Visa. Völlig entspannt und immer ein kleines Volksliedchen auf den Lippen erhielten wir unser Visa nach 20 Minuten.
Selbst jetzt noch ist für  uns  jeder Grenzübertritt  etwas besonderes.
Ein erhebendss Gefühl macht sich jedesmal breit es mit dem Fahrrad bis hierhin geschafft zu haben.
Das besondere beim Eintritt in ein neues Land ist, dass sich meist die Landschaft und auch die Bevölkerung komplett verändert.
So auch hier in Laos.
Kaum über die Grenze, schon herrschte heimelige Stille.
Keiner hupt, keiner schreit, keiner hüpft um einen herum und kreischt.Manchmal dachte ich in Vietnam, so musste sich Michael Jackson gefühlt haben.Wie ein Alien wurden wir dort in den Bergdörfern nah der Grenze zu Laos  angeglotzt und ausgelacht und angeschrien.Sodas unsere Nerven zum Schluss wirklich blank lagen.
Und hier, nur 20 m nach der Grenze wurden wir überhaupt nicht mehr beachtet.Auf dieser langen Reise habe ich mir so oft mein Taubstummenland gewünscht in dem ich reisen wollte.
Sollte dies hier in Laos sein?
Laos haben wir noch in guter Erinnerung.Kreischende Kinder, Sabaidee!, Sabaidee! die mit ihren kleinen Händen immer am Fahrrad rumfingerten.
Aber auch hier, nichts.Stumm stehen Sie da und winken dem Fremden.Manche haben auch Angst, verstecken sich hinter Mamas Rock und fangen an zu weinen.
Wir fuhren am ersten Tag in Laos noch mässige Berge die 50 km nach Vieng Xai.
Dort mieten wir uns einen kleinen Bungalow.Ich fand am nächsten morgen auf der Suche nach einem Baguette, Kao jji, per Zufall einen Inder.Der strahlte mich mit seinem Blendaxlachen an, und fragte mich gleich:
Do you like Chabatti?
Yes of course.So wartete ich, bis der kleine Inder ganz entspannt erst mal den Teig dafür knenete.Hier in Laos zählt keine Zeit.
Nach nur 20 Minuten hatte ich 3 heisse Chabatti in der Hand und kaufte noch 6 Eier.
Jetzt erst mal üppiges Frühstück am Bungalow.
Herrlich.Einfach Urlaub.Später zeigte ich Peter den kleinen Inder und dessen Restaurant.Hier kauften wir noch eine Simkarte und genossen Indisches chickencurry.mmmhhhhh….was für ein Genuss.
Die letzten Tage hatten wir uns nur noch von Pho, vietnamesischer Nudelsuppe ernährt.
Am Abend, natürlich assen wir wieder beim Inder, traffen wir noch eine junge deutsche Frau.Sie arbeitete bei der GI.z und hatte viel zu erzählen.Später traf noch Christian dazu, ebenfalls aus Deutschland, mit einem kleinen Mopped unterwegs.
Stunden sassen wir beim Inder, tranken beerlao und laolao, Und genossen mal wieder in deutscher Gesellschafft zu sein.
Am nächsten Morgen fuhren wir die 30 km bis Sam nuea.It was very hilly! ui wir waren wieder in den laotischen Bergen.Always up and down.
Mittags checkten wir in eines der besten Guesthäuser ein.Die wurde uns von einem australischen Rentner empfohlen.
Wir gingen auf den Markt, kochten schon Kartoffeln und Eier vor für die nächsten Tagesetappen.
Als wir auf dem Weg zum Mittagessen waren, trafen wir wieder auf Sebastian.Mager und mit tielliegenden Augen stand er vor uns und erzählte uns aufgeregt, dass er die letzten Tage nichts zum essen bekommenen hatte.Da wir morgen die selbe Strecke nur in anderer Richtung in Angriff nehmen würden waren wir gewarnt.Aber wir hatten gut vorgesorgt.
Neben Äpfeln, Bananen, Müsli, noch von Vietnam, hatten wir Kartoffeln, Eier, Karotten, Zwiebeln, Fertigsuppen, allerlei Kekse dabei.
Während des Mittagessens traf auch Christian mit seiner Knattermühle und Ephrim ein Schweizer ebenfalls mit Mopped dazu.Auch die Beiden hatten sich an die Guesthouseempfehlung des Ausstraliers gehalten.
Ich brauch ja nicht zuschreiben, dass es wieder ein langer deutscher Abend wurde.
Am nächsten Morgen ging es nun Richtung Dschungel.Und Laos Berge hielten, was sie versprechen.Hier ist ein Berg noch ein richtiger Berg.Auf und nieder immer wieder.Wir keuchten und wir schwitzen.Das Wasser lief uns aus jeder Pore.Gott sei dank fanden wir überall genug Trinkwasser in den Bergen. Aus Bambusrohren wird es in die Dörfer geleitet. Glasklar und rein.Seit Monaten hatten wir kein Quellwasser mehr getrunken.Was für ein Genuss. Bei einer Pause am Strassenrand kam uns eine laotische Oma mit bepacktem Bastkorb auf dem Rücken entgegen. Als Sie unsere schwerbepackten Räder sah sagte Sie nur uiuiui. Dabei hat Sie bestimmt ein wesentlich härteres Leben. In solchen Momenten wird uns wieder bewusst wie privilegiert wir sind.
Nach guten 30 km kamen wir an einen Wasserfall.Hier assen wir die obligatorische Glasnudelsuppe.Gut und günstig.Das „Hühnchen“ in der Suppe war so zäh, das wir nicht ein Stück davon mit den Zähnen vom Knochen lösen konnten.Später wurde uns auch bewusst warum.Es waren die schönen kleinen bunten Singvögel, die wir tagsüber so bewunderten.Zum essen ungeeignet.naja, aber der Wasserfall war schön.
Am Abend fanden wir ein kleines verstecktes Plätzchen für unser Zelt.Die Schwierigkeit in Laos ist einen Zeltplatz zu finden.Natur gibt es genug, jedoch ist der Regenwald so zugewuchert, dass man nicht hineingehen kann und auch nicht sollte.Der noch befindlichen Granaten wegen.Wir schlugen unser Zelt auf und duschten.Mal wieder PET Flaschen Dusche.
Während Peter noch duschte kamen die ganzen Feldarbeiter wie Ameisen nacheinander an unserem Zelt vorbei.Völlig entspannt grüssten Sie uns mit dem allseits bekannten Sabaidee.Eine Frau fragte noch ob wir hier schlafen, eine unbekannte Frucht wurde uns noch zugesteckt und das wars dann.
Total entspannt hier.
Wir brieten uns noch Bratkartoffeln und schliefen, wieder mit Ohrenstöpseln, ein.Der Jungle ist Nachts auch sehr laut.
Früh am Morgen weckte uns der hiesige Jäger mit seinem Moppedgeknatter.Die Nacht war um, so packten wir unser Zeltchen zusammen.Nach unseren Frühstück begannen wir die zweite Etappe.
Wieder krochen wir über die Berge.
Es gab wirklich nicht viel.
So assen wir in der Mittagspause Kartoffelsalat.Auwei war der lecker und hielt richtig lange satt.In Saolao gab es ein Guesthouse.Hier checkten wir früh ein mit eiskaltem Quellwasser gossen wir uns die Dusche über und wuschen ein wenig Wäsche. und konnten auf dem Markt noch Reis und Gemüse einkaufen.Wir kochten wieder für den nächsten Tag vor.Ich packte das Essen in eine Fahrradtasche ohne diese zu verschliessen.Jaja ich weiss, immer! die Taschen verschliessen.
Als wir  nach dem Abendessen in unser Zimmerchen kamen, hatte die Hausratte sich schon an unserem Reissalat bedient.Mist!
Also, ein wenig von der oberen Schicht des Salates abegratzt , wird schon gehen.Als Radlfahrer wird man gänzlich unempfindlich.
Saolao liegt auf nur 500 Hm.
Am dritten Tag mussten wir am Stück 1000 HM absolvieren.
Was für ein Kampf.
Die meiste Zeit war die Strasse so steil, dass wir schieben mussten.Schon um 7.30 Uhr sassen wir auf den Rädern.Nach über 4 Stunden haten wir immernoch nicht den höchsten Punkt erreicht.Jetzt langts! Erst mal Mittagessen.Besagter Reissalat.
Naja, komisches Gefühl diesen mit einer Ratte geteilt zu haben, aber der Hunger treibts rein.
Um 16 Uhr schauten wir uns nach einem Zeltplatz um.Der erste war von der Strasse aus einsehbar.Mmmhhh schlechtes Gefühl.Alo weiter.Und wir fanden ihn, den besten Platz.Oben auf einer Anhöhe, versteckt hinter Büschen.Ja hier kommt keiner mehr hin, wird ja eh gleich dunkel.Und da kamen Sie, 2 Laoten auf dem Mopped.Erst mal gucken, was der Farrang so macht.Einer konnte gutes englisch und so erklärten wir ihm, dass wir hier schlafen, nächstes Guesthouse in 40 km Entfernung.Achja!Klar! kein Problem.Bye bye. und so fuhren sie schon wieder davon.Am Abend gab es noch eine Fertignudelsuppe und einen schönen Film im Zelt und schon schliefen wir ein.Am nächsten Morgen waren wir beide so verstochen von den Mosquitos.Noch dazu hatten mich 3 Blutegel schmerzhaft in den selben Knöchel gebissen.Eieieieiie!
Am vierten Tag hatten wir nur noch 40 km bis in die nächste city Muang Kham.Wir fuhren aus den Bergen hinaus und es wurde unheimlich warm.Nein, heiss.Das waren wir gar nicht mehr gewohnt.Wir folgten Sebastians Tipp, und gingen an der junktion bei der Mutti mit den vielen Töpfen am Restaurant essen..Lecker.Danach checkten wir in ein Guesthause ein.Ich konnte nocheinmal ein bisschen Wäsche waschen, aber auch das Zelt trocknen und die Schlafsäcke. Am nächsten Morgen machte ich es mir einfach, und kaufte schon Reis mit Gemüse und Fleisch als Wegzehrung ein. Das sollte langen für die nächsten 55 km bis Phonsavan. Wir genossen die leicht zu fahrende Strecke, normale Steigungen machen uns, selbst mit dem vielen Gepäck, nun nichts mehr aus. Am frühen Nachmittag kamen wir hier in Phonsavan an.

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